Fit für den Fotosommer
mit deinem Hund?
Mit diesen kostenlosen Tipps gelingen dir auch im Sommer tolle Hundefotos. In der Praxis sorgen gerade jetzt Licht, Kontraste und Kameraeinstellungen oft für Probleme.
Tipp 1: Vermeide grelles Sonnenlicht
Selbst die Morgensonne kann im Sommer bereits sehr hart wirken. Starke Kontraste und ausgefressene Lichter erschweren die Belichtung. Wenn dein Hund direkt in die Sonne schaut, kneift er oft die Augen zusammen und ein schönes Portrait wird schwierig.
Deutlich bessere Bedingungen findest du häufig kurz nach Sonnenaufgang, an leicht bewölkten Tagen oder kurz vor Sonnenuntergang. Viele suchen die Ursache zuerst bei der Kamera oder beim Objektiv. Tatsächlich entscheidet bei solchen Motiven oft die richtige Belichtung darüber, ob ein Bild wirkt oder nicht.
📷 50mm • f/5,6 • 1/1250 Sek. • ISO 250
Tipp 2: Nutze Gegenlicht kreativ
Wenn Büsche, Blätter oder Blüten das direkte Sonnenlicht etwas abfangen, entstehen wunderschöne Lichtreflexe im Hintergrund. Gerade im Sommer lassen sich so stimmungsvolle Portraits mit besonderer Atmosphäre fotografieren. Für dieses Bild habe ich die selektive Belichtungsmessung genutzt. Bei starkem Gegenlicht kann eine Mehrfeld- oder Matrixmessung schnell zu einer Fehlbelichtung führen, weil die Kamera versucht, die hellen Bereiche im Hintergrund mit einzuberechnen.
📷 200mm • f/2.8 • 1/640 Sek. • ISO 100
Tipp 3: Schatten sorgt oft für bessere Bilder
Viele suchen im Sommer automatisch die Sonne. Für Portraits ist ein schattiger Platz, z. B. im Wald, jedoch oft die bessere Wahl. Das Licht wird weicher, Fellstrukturen bleiben erhalten und die Bilder wirken deutlich ruhiger.
Gerade bei schwarzen Hunden hilft Schatten häufig dabei, harte Kontraste zu vermeiden. Wichtig ist hier auch der Weißabgleich. Achte darauf, dass keine unruhigen Licht- und Schattenmuster auf dem Hund liegen. Gerade wenn die Sonne durch Blätter scheint, entstehen schnell helle Flecken im Fell, die später oft störender wirken als man zunächst denkt.
📷 300mm • f/3,5 • 1/320 Sek. • ISO 500
Tipp 4: Action braucht die richtigen Einstellungen
Schnelle Hunde, Wasser, Sand und Gegenlicht stellen viele Kameras vor Herausforderungen. Moderne Technik hilft zwar, ersetzt aber keine passenden Kameraeinstellungen.
Viele verlassen sich ausschließlich auf den Tier-AF. In schwierigen Situationen entscheiden jedoch Fokusfeld, Motivverfolgung, Verschlusszeit und Belichtung oft darüber, ob ein Bild scharf wird oder nicht.
Gerade bei Actionaufnahmen lohnt es sich, die Kamera bewusst einzustellen statt alles der Automatik zu überlassen. Achtung: Schwarzes Fell neigt zur Überstrahlung, wenn es nass ist. Wirf deshalb auf jeden Fall einen Blick auf das Histogramm.
Verlasse dich nicht blind auf die ISO-Automatik.
📷 200mm • f/5,6 • 1/1600 Sek. • ISO 250
Tipp 5: Nutze auch einmal ein Weitwinkelobjektiv
Viele fotografieren Hunde fast ausschließlich mit Teleobjektiven. Damit entstehen wunderschöne Freistellungen – doch gerade im Sommer lohnt es sich oft, bewusst zum Weitwinkel zu greifen.
Mit einem Weitwinkel kannst du nicht nur deinen Hund, sondern auch Dünen, Blumenwiesen, Berge oder einen spektakulären Sonnenuntergang in deine Bildgestaltung einbeziehen. So entstehen Bilder, die nicht nur den Hund zeigen, sondern auch die besondere Stimmung des Ortes erzählen.
Ein Weitwinkel ersetzt ein Teleobjektiv nicht – es ergänzt es. Je nach Motiv und Bildidee sorgt dieser Perspektivwechsel für deutlich abwechslungsreichere Hundefotos.
📷 24 mm • f/1,8 • 1/230 Sek. • ISO 100
📸 Viele Probleme liegen nicht an der Kamera
Du brauchst nicht unbedingt eine neue Kamera oder ein teureres Objektiv.
Die meisten Probleme entstehen durch Licht, Belichtung, Autofokus oder Einstellungen, die man nie richtig erklärt bekommen hat.
Genau deshalb fotografieren viele trotz hochwertiger Ausrüstung immer wieder unscharfe oder enttäuschende Bilder. Wer die wichtigsten Zusammenhänge versteht, erzielt oft bessere Ergebnisse als jemand mit deutlich teurerer Ausrüstung.
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